Googles neue Konkurrenz: Cuil ist gestartet!
Google bekommt Konkurrenz – und zwar aus dem eigenen Lager. Zumindest fast. Heute ist nämlich Cuil (gegründet als Cuill - also zwei 'L') an den Start gegangen. Eine Suchmaschine die von Ex-Googlern konzipiert und umgesetzt wurde. Sie soll schneller, konsequenter, effektiver und damit kostengünstiger ausfallen als BigG.
Wenn man der Truppe glauben kann, wovon ich eigentlich ausgehe, dann hat Cuil schon zum Start einen Index von 121.617.892.992 Seiten parat, was mehr sein soll als Google und Co. zu bieten hat. Darüber hinaus wird aber auch etwas mit Semantik rumgespielt: Cuil versucht also Relationen, Verwandtheitsgrade und Bedeutungen von Begriffen zu erfassen, um den Nutzer mehr, sinnigere und ausgiebigere Ergebnisse präsentieren zukönnen.
Besonders interessant: Die Jungs und Mädels von Cuil setzten viel auf Datenschutz. So würde bei einer Suche weder IP-Adresse gespeichert, noch ein Cookie angelegt. Geld reinkommen soll später, momentan ist alles noch werbefrei, wie bei Google und Co. mit Textanzeigen.
Und noch einen Pluspunkt hat Cuil verdient: Die Darstellung der Suchergebnisse ist sehr schick. Im Gegensatz zur gleichdesignten Konkurrenz präsentiert Cuil diese nämlich hübsch und sauber in Spaltenform – und das mit passendem Bild, wenn eines verfügbar ist. Auch mit Kategorien wird aufgefahren: Sucht man etwa nach Wikipedia präsentiert die Suchmaschine rechts etwa weitere Infos und Artikel zur Geschichte der Freien Enzyklopädie oder wichtige Personen um diese.
Perfekt ist die neue Suche aber leider bei weitem noch nicht. Hie und da präsentiert Cuil zum Teil noch ziemlichen Schrott oder unsinnige Ergebnisse, die mit dem Gesuchten nichts zu tun haben. Aber das wird sich in Zukunft noch geben, nehme ich an. Für den Star hat Cuil aber erstmal Applaus verdient – auch wenn die Seite unter dem ersten Ansturm kurz einknickte. Doch auch das kann man als Zeichen eines möglichen Erfolges deuten!
