Montag, Juli 28, 2008

Googles neue Konkurrenz: Cuil ist gestartet!

Google bekommt Konkurrenz – und zwar aus dem eigenen Lager. Zumindest fast. Heute ist nämlich Cuil (gegründet als Cuill - also zwei 'L') an den Start gegangen. Eine Suchmaschine die von Ex-Googlern konzipiert und umgesetzt wurde. Sie soll schneller, konsequenter, effektiver und damit kostengünstiger ausfallen als BigG.

Wenn man der Truppe glauben kann, wovon ich eigentlich ausgehe, dann hat Cuil schon zum Start einen Index von 121.617.892.992 Seiten parat, was mehr sein soll als Google und Co. zu bieten hat. Darüber hinaus wird aber auch etwas mit Semantik rumgespielt: Cuil versucht also Relationen, Verwandtheitsgrade und Bedeutungen von Begriffen zu erfassen, um den Nutzer mehr, sinnigere und ausgiebigere Ergebnisse präsentieren zukönnen.

Besonders interessant: Die Jungs und Mädels von Cuil setzten viel auf Datenschutz. So würde bei einer Suche weder IP-Adresse gespeichert, noch ein Cookie angelegt. Geld reinkommen soll später, momentan ist alles noch werbefrei, wie bei Google und Co. mit Textanzeigen.

Und noch einen Pluspunkt hat Cuil verdient: Die Darstellung der Suchergebnisse ist sehr schick. Im Gegensatz zur gleichdesignten Konkurrenz präsentiert Cuil diese nämlich hübsch und sauber in Spaltenform – und das mit passendem Bild, wenn eines verfügbar ist. Auch mit Kategorien wird aufgefahren: Sucht man etwa nach Wikipedia präsentiert die Suchmaschine rechts etwa weitere Infos und Artikel zur Geschichte der Freien Enzyklopädie oder wichtige Personen um diese.

Perfekt ist die neue Suche aber leider bei weitem noch nicht. Hie und da präsentiert Cuil zum Teil noch ziemlichen Schrott oder unsinnige Ergebnisse, die mit dem Gesuchten nichts zu tun haben. Aber das wird sich in Zukunft noch geben, nehme ich an. Für den Star hat Cuil aber erstmal Applaus verdient – auch wenn die Seite unter dem ersten Ansturm kurz einknickte. Doch auch das kann man als Zeichen eines möglichen Erfolges deuten!

Samstag, Juli 26, 2008

Windows Mojave

Das folgende kann man als coole PR-Kampagne sehen oder als pure Verzweiflung. Was ihr darüber denkt, ist alleine euch überlassen.

Im Zuge der Demonstration eines neuen Windows Betriebssystems, genannt "Mojave", hat Microsoft zahlreiche Mac-, Linux, Windows2000- und XP-Nutzer, die Windows Vista bisher mieden, nach San Francisco eingeladen. Dort durften sie Mojave testen, damit spielen und wurden dabei von einem Team gefilmt. Doch einen Haken hatte das Ganze: Mojave gibt es nicht. Stattdessen hatte man den Nutzern das aktuelle Vista vorgesetzt.
Alles ein PR-Gag, so Cnet. Und wenn's nach Microsoft geht sogar ein gelungener. Denn über 90 % der Tester sollen das garstige Vista als beeindruckend und positive Entwicklung empfunden haben - und sehr überrascht gewesen sein, als ihnen offenbart wurde, dass Mojave Vista sei. Doch, das schreibt The Inquirer, hat man den Testern wohl die Schattenseiten von Vista vorenthalten. So durften sie keine Software installieren, oder gar das Betriebssystem selbst und mussten auch keine nervende Fehlermeldungen ertragen, die bei Vista leider immer noch an der Tagesordnung sind.

Die Videoaufnahmen der von Vista begeisterten Vistaverweigerer soll jetzt als Teil einer knapp 300-Millionen-Dollar-Werbekampagne veröffentlicht werden – eine Teaser-Site dazu gibt’s schon. Denn, wie's Aussieht, sieht Microsoft nicht Vista selbst als Problem, sondern lediglich die öffentliche Wahrnehmung dessen.

Mittwoch, Juli 23, 2008

Google übernimmt Digg! Auch Microsoft wohl wieder interessiert!

Die Gerüchte der letzten Zeit sollen sich als wahr und begründet herausstellen, schreibt TechCrunch. Google übernimmt mit ziemlicher Sicherheit Digg - und zwar für 'etwas um die 200 Millionen US-Dollar'. Das sollen zudem auch mehrere Quellen - sowohl bei Google als auch Digg - bestätigt haben.

Damit auch nichts mehr schief gehen kann, hätten beide Seiten, Digg und Google, schon eine Absichtserklärung abgehandelt und wollen den Verkauf der wohl bekanntesten Social News Site baldig unter Dach und Fach bringen. Wie TechCruch weiter erfahren haben will, stünden nur noch einige finale Verhandlungen aus, welche wohl noch einige Wochen in Anspruch nehmen könnten.

Ein Problem gäbe es aber trotzdem: Auch Microsoft sei womöglich wieder an Digg interessiert und ist zudem der derzeitige Werbepartner der Seite. Durch einen Verkauf an Google würde der Vermarktungsvertrag in die Brüche gehen, der auf 3 Jahre angelegt war, was ebenfalls einige Probleme mit sich bringen könnte.

Dienstag, Juli 22, 2008

GenePartner: Die erste DNA-basierende Partnerbörse

Überraschend ist es zwar nicht – aber trotzdem etwas merkwürdig. Wie TechCrunch berichtet, ist die wohl erste "Partnerbörse" gestartet, die potentielle Lebensgefährten per genetischer Kompatibilität zusammenführen will. Das schweizer Unternehmen GenePartner, so wird versprochen, ' ist eine Formel, mit der Männer und Frauen herausfinden, wie gut jemand zu ihnen passt. Dazu werden spezifische Gene in der DNA analysiert'.

Es wären im Vorfeld hunderte von Paaren analysiert worden, um herausfinden, welche genetischen Kombinationen eine erfolgreiche Partnerschaft hervorbringen. Dabei vermittelt GenePartner aber nicht selbst, sondern ist eher eine Ergänzung zu bestehenden Internet-Partnerbörsen und Chats, in der sich willige Singels finden können. Per GenePartner können sich diese dann darauf testen lassen, ob ihre Beziehung halten könnte.

Freilich ist das ganze nicht kostenlos, schließlich sind Gen-Tests recht kostspielig. Bis zum Jahresende soll das ganze 199 US-Dollar je Person kosten. Im folgenden Jahr ist der Partner per DNS-Test für 299 US-Dollar zu haben.

Was man davon halten kann? Keine Ahnung, aber die Idee ist sowohl verstörend als auch interessant, würde ich sagen. Und ein Alptraum für Datenschützer.

Geschäfte von Yahoo! und Microsoft unwahrscheinlich

Es scheint, als würden Microsoft und Yahoo! wohl nicht auf einen grünen Zweig kommen. Denn mittlerweile konnte man sich innerhalb von Yahoo! auf die neue Besetzung der Führung einigen. Und die ist wohl mehrheitlich gegen ein Abtreten von einzelnen Geschäftsbereichen an Microsoft. Auch eine gesamte Übernahme, so heißt es, wäre unter der derzeitigen Unternehmensleitung wohl eher unwahrscheinlich.

Mehr dazu hier und hier.

Geschäfte von Yahoo! und Microsoft unwahrscheinlich

Es scheint, als würden Microsoft und Yahoo! wohl nicht auf einen grünen Zweig kommen. Denn mittlerweile konnte man sich innerhalb von Yahoo! auf die neue Besetzung der Führung einigen. Und die ist wohl mehrheitlich gegen ein Abtreten von einzelnen Geschäftsbereichen an Microsoft. Auch eine gesamte Übernahme, so heißt es, wäre unter der derzeitigen Unternehmensleitung wohl eher unwahrscheinlich.

Mehr dazu hier und hier.

Donnerstag, Juli 17, 2008

Yahoo! und Microsoft sind an AOL interessiert

Time Warner will AOL offensichtlich schnell abstoßen oder zumindest einen Partner für eine Fusion finden, da die Zeiten für einen guten Deal günstig stehen. So sollen, so heißt's momentan, sowohl Microsoft als auch das gebeutelte Unternehmen Yahoo! an AOL interessiert sein.

Erst am gestrigen Mittwoch sollen sich Vertreter von Microsoft und AOL getroffen haben, schreibt das Wall Street Journal. Zu einem konkreten Ergebnis sei man dabei aber noch nicht gekommen. Jedoch ist anzunehmen, dass Microsoft am Ball bleiben wird. Denn falls man das Angebot aus Sunnyvale, Yahoo! für einen 'fairen Preis' zu übernehmen, ausschlagen würde, müsste man sich in Redmond für die Zukunft wappnen – und AOL wäre dabei ein guter Schritt nach vorne.

Genauso sieht's aber auch bei Yahoo! aus. Auch dort müsste man sich, bei einer ausbleibenden Übernahme oder einer fehlenden starken Partnerschaft – mit wem auch immer – rüsten. Eine Fusion oder auch Übernahme vom durchaus reichweitenstarken AOL käme da gerade recht.